Drogen

Magie ist ein rares Gut – Text von Jana Anouk Mansour

Mushrooms und andere Drogen: Lesen Sie hier den Beitrag von Jana Anouk Mansour

Jana Anouk Mansour studiert Kultur- und Sozialanthropologie in München. Der Text ist im Themen-Special Speed-Writing entstanden. Mushrooms spielen eine Rolle in dem Text.

Magie ist ein rares Gut

Semra schließt ihren Laden auf und tritt vor die Tür. Sonnenstrahlen fallen auf die alten Bücher im Schaufenster. Sie setzt sich auf die Bank, direkt neben dem Eingang draußen auf dem Bürgersteig, schließt die Augen und nippt an dem heißen Kräutertee. Sie hat schlecht geschlafen. Ihr Nachbar Marlon, der Sohn eines erfolgreichen und sehr wohlhabenden Schriftstellers, hat die ganze Nacht das Wohnhaus an einem seiner Drogenräusche teilnehmen lassen. Dann dreht er die Musik lauter als sonst und hat unüberhörbar Sex.

Marlon ist ein gut aussehender Mensch, einer dieser Schönlinge, den alle wollen und viele bekommen. Nächte wie diese sind keine Seltenheit. Gras, Alkohol, Ecstacy, Koks und MDMA. Er kann sich seinen ausgeprägten Hedonismus des Rausches leisten. Und braucht ihn auch. Während ihrer zufälligen, aber häufigen Begegnungen auf der Bank vor ihrem Laden ist ihr das schon oft aufgefallen. Er braucht den Rausch. Er braucht die Drogen und dieses Wertegerüst, dass ihm Bedeutsamkeit suggeriert, wenn er eine große goldene Uhr trägt. Und wenn ihn sein 5er BMW mit Glück erfüllt. Er braucht es. Er hat etwas zu unterdrücken, mit dem er noch nicht umgehen kann.    

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Das Auto-Biographische Experiment: ein Resümee

Sehr erfolgreich verlief die Probephase des innovativen Kurses „Das auto-biographische Experiment“ von schreibwerk berlin.

 

Die Bilanz der Kursleiterin

In der Tat hatte ich eigentlich wenig Erwartungen – a) wusste ich nicht, ob sich überhaupt jemand dafür interessieren würde und b) war ich dann lediglich gespannt, ob es funktionieren kann, andere Menschen zur Distanzierung von sich selbst zu animieren.

Erwartungen weit übertroffen

Das Ergebnis hat meine (wie behauptet: nicht vorhandenen) Erwartungen weit übertroffen. Ich hatte an ganz anderer „Front“ zu kämpfen als die TeilnehmerInnen, aber natürlich hat auch mir es Spaß gemacht, die Aufgaben durchzuspielen. Und ich habe für mich selbst daraus viel Befriedigung und überraschenderweise auch Befreiung (u.a. von Schuld) erfahren. Also für mich persönlich ist diese Methode, sollte ich überhaupt jemals meine Biographie schreiben – oder Teile davon, richtig. Das muss nicht für jede gelten, und galt auch nicht für jede, die hier mitarbeiten wollte oder mitgearbeitet hat. Dass ein Kurs nicht immer alle Leute, die daran teilnehmen, abholt und mitzieht, ist normal. Manche hatten ihr Zeitbudget überschätzt, andere ihren Mut, zu sich selbst und das vor anderen zu stehen, für wieder andere war die Methode einfach nicht die richtige.Besser schreiben lernen - kostenlos für 7 Tage testen

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Corona-Tagebuch

Das Corona-Tagebuch: weitere Texte

Das Corona-Tagebuch war ein Themen-Special von schreibwerk berlin. Es lief vom 23. März bis zum 1. Mai 2020. Dann zerbrach es wie die übrige Gesellschaft in Gläubige und Ungläubige.  Die hier zu lesende Ausgabe hat den Titel: Corona-Tagbeuch: Träumen

28. März 2020
Beate van den Berg

Heute Morgen, ach du Schreck,
blieb mir meine Stimme weg.
Lieber Gott, es ist soweit,
das Virus macht sich in mir breit.
Doch dann kam mir ein Geistesblitz:
der Herr erlaubt sich einen Witz.
War ich doch gestern auf den Wiesen,
unter Pollen, diesen fiesen.
Doch der Schreck, der hat gesessen,
ich werd´ ihn so schnell nicht vergessen.

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Spargel

Das Corona-Tagebuch – neue Texte

Das Corona-Tagebuch – Die Brillen von Brad Pitt 

Die Brillen von Brad Pitt sind ein Schlaglicht auf das „Corona-Tagebuch“. Das war ein Themen-Special von schreibwerk berlin. Täglich schreiben die TeilnehmerInnen täglich einen Text über ihre Situation.

Die Texte geben die Meinung der AutorInnen wieder.

Lakrimo, 25. März 2020

Spargel  ohne Kommentar

Vorm Fenster steht eine Kastanie. Ihre Knospen glänzen schon. Morgens halten die Spatzen hier ihr Schwätzchen, bespricht ein Amselpaar die Tagesroutine und genießt die Sonne nach der kalten Nacht. Der Moment nach dem Aufwachen, in dem Corona noch keine Rolle spielt, ist der schönste.
Heute muss ich in die Welt. Die Welt der sandigen Böden rund um Beelitz. Es geht um Blühflächen und einen insektenfördernden Landwirt. Freundliche Blicke statt Händeschütteln. Das Büro ist klein, wir sitzen auf Abstand. Nach einer halben Stunde kommen noch zwei Menschen dazu, die das Projekt fördern. Inhaltlich ist das toll, aber mein Sicherheits- und Verantwortungsgefühl schlägt Alarm: Es geht nicht nur um Dich. Sieh zu, dass Du hier rauskommst! Wir kürzen ab und machen auf dem Acker weiter.

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Haus an der Schlei

Leben im Corona-Country – von Jochen Witte

Leben im Corona-Country – von Jochen Witte

Jochen Witte hat als Unternehmer und Manager in der Softwarebranche gearbeitet. Jetzt segelt er und schreibt Geschichten.

Es klingelt an der Tür

Es klingelt an der Tür. Seltsam, wer kann das sein? Vielleicht unser Nachbar von gegenüber? Aber in diesen ansteckenden Zeiten meiden wir den Kontakt. Wenn wir uns draußen im Garten sehen, sprechen wir aus sicherer Distanz.
Ich lege mein Buch beiseite und betrete den kleinen Flur. Durch die Glasscheibe in der Haustür sehe ich zwei Polizeibeamte. Das ist das erste Mal in den bald sechzig Jahren meines Lebens, dass die Polizei bei mir klingelt. Ich ahne, worum es sich handeln könnte und öffne die Tür.

Ein Beamter steht etwa zwei Meter von mir entfernt, sein Kollege hält noch größeren Abstand. Wirken sie verlegen, oder kommt mir das nur so vor?
Höfliche Begrüßung, wir nicken uns zu. Ob wir aus Wiesbaden kämen, fragt der mir Näherstehende und zuckt mit seinem Kopf in Richtung unseres Wagens, der unter dem Carport abgestellt ist.

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Corona-Tagebuch

Das Corona-Tagebuch I: 22. und 23. März

Das Corona-Tagebuch

Das „Corona-Tagebuch“versammelt Texte unterschiedlicher AutorInnen, die über ihre Erfahrungen mit Corona berichten. Weitere Texte folgen in loser Reihenfolge. Die Auswahl der Texte und ihre Zusammenstellung ist zufällig und transportiert keineswegs ein Urteil der Textqualität. Das Copyright liegt bei den AutorInnen. Das Corona-Tagebuch war ein Themen-Special von schreibwerk berlin.

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Die Zeit, die Zeit III: Leben in Zeiten von Corona

Die Zeit, die Zeit III: Leben in Zeiten von Corona

Schreiben Sie Ihr Corona-Tagebuch

Die Astrophysiker sagen, vor dem „schwarzen Loch“ (von denen in letzter „Zeit“ sehr viele entdeckt wurden), verlangsame sich die Zeit. Im Loch gibt es keine Zeit. Nach dem Loch aber: die Zukunft.

Unsere Zeit, mit Stunden und Minuten, Sekunden und Nanosekunden, mit Arbeitszeit und Freizeit, mit Kinder- und Elternzeit, mit einem von uns als normal angesehenen Rhythmus, sei eine Illusion.

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Titel nach vorn, nach Süden

Sarah Jäger debütiert erfolgreich mit „Nach vorn, nach Süden“

Sarah Jäger heimst mit „Nach vorn, nach Süden“ viel Lob ein

Sarah Jäger heimst mit „Nach vorn, nach Süden“ viel Lob ein. Das ist voll verdient! Spannend, witzig, überraschend kommt die Gruppe Jugendlicher mit ihren Sorgen und Freuden daher. Ein Teil davon verlässt seinen angestammten Penny-Hinterhof und begibt  sich auf die Suche nach einem gewissen Jo. Diese Suche ist das Leitmotiv der Handlung. Und führt am Ende tatsächlich zu einem Ergebnis. Das hat es in sich, vor allem ein Geheimnis.

Die Autorin hat den Beginn der Online-Kurse bei schreibwerk berlin erst als Teilnehmerin, dann als Trainerin mit begleitet.

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© 2020 Dr. Hanne Landbeck schreibwerk berlin