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Prokrastination

Das Ende der Prokrastination

Jetzt folgt die (Schreib-)Arbeit

Sie haben eine vage Idee für einen Roman? Sie fühlen schon lange, dass Sie eigentlich schreiben wollen? Und Sie haben Lust auf ein Ende der Prokrastination? Aber Sie wissen einfach nicht, wie Sie mit Ihrer Story oder Ihrem Roman beginnen sollen? Wir geben Ihnen ein paar Tipps für Ihr Schreiben.

Denn: Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.

sagte schon Erich Kästner.

Für Robert Seethaler beginnt im Schreibprozess “alles im nebelhaft Unbewussten, ein kleiner Lichtpunkt taucht verschwommen am Horizont auf. Es kann eine Szene sein, eine Empfindung, eine Figur – und mit dieser einen vagen Szene wächst dann eine Art Struktur, kommen erste Bilder, ein grober Ablauf. Schreiben bedeutet auswählen, streichen, wegschnitzen.”, so Robert Seethaler über das Schreiben. Das lesen Sie auf seiner neuen Autorenseite.

Nehmen Sie also Ihre “Empfindungen” und Ihre Bilder zu einer Figur, zu einer Szene ernst: Untersuchen Sie eine Idee, eine Empfindung, die Sie haben. Und prüfen Sie, ob Sie daraus etwas machen können.

Brainstorming, Mindmap und automatisches Schreiben

Am besten, Sie brainstormen erst einmal wild drauflos. Lassen Sie alle Assoziationen zu, die Sie zu Ihrer Idee haben, sagen Sie NIEMALS: das ist nichts, das ist schlecht, das gibt es schon, das haben Hunderte schon geschrieben bzw. gelesen, gähn, gähn, gähn – sagen Sie sich IMMER: mal schauen, vielleicht ist das ja gut.

Machen Sie ein Mindmap zu Ihrer Idee (z.B. mithilfe von http://www.mindmeister.com oder schreiben Sie einfach drauflos (das nennt man automatisches Schreiben), OHNE sich selbst dabei mit schlechten Gedanken zu überhäufen. Denken Sie NUR an die Idee, nutzen Sie Hilfsmittel wie z.B. das “Blindschreiben” auf http://www.blindwrite.co/ . Dort erhalten Sie eine schwarze Fläche, die Sie auffordert, Ihr Thema einzugeben und die Zeit, die Sie schreiben wollen. Dann schreiben Sie drauflos. Probieren Sie es – und wenn es nur fünf Minuten sind. Nachdem die Zeit, die Sie bestimmt haben, um ist, erhalten Sie Ihren Text als sichtbares Dokument. Schalten Sie alle anderen Störmöglichkeiten aus. Legen Sie das Handy in die Küche, schalten Sie die Mail- und vor allem die Spielprogramme ab! Widmen Sie sich in der vorgegebenen Zeit nur dem Schreiben.

Die Inspiration liegt auf der Straße

Wo finden Sie Inspiration?

 

  • Zum Beispiel auf der Straße: schauen Sie aus dem Fenster und beschreiben Sie, was Sie sehen.
  • Zum Beispiel im Café: Suchen Sie sich einen Gast aus, überlegen Sie, welche Geschichte er/sie haben  könnte, beschreiben Sie die Person, geben Sie ihm/ihr eine Biographie, eine Sehnsucht – und schon sind Sie mitten in einer  Geschichte.
  • Zum Beispiel von Fotos: Nehmen Sie ein Foto, das Sie in einem Magazin finden und schreiben Sie die Geschichte vor der abgebildeten Szene und danach.
  • Zum Beispiel Kunst: Suchen Sie sich ein Kunstwerk aus, das Ihnen gefällt, und schreiben Sie die mögliche Geschichte auf. Das kann durch die Beschreibung dessen geschehen, was Sie sehen, Sie können aber auch – wie bei den Fotos, die Geschichte davor und danach schreiben.
  • Zum Beispiel Geräusche: Schließen Sie die Augen und lauschen Sie auf das, was Sie hören. Schreiben Sie die Geräusche auf und binden diese in eine Story ein. Oder schauen Sie auf einer Geräuschdatenbank, hier ein weiterführender Link, nach, was Sie inspiriert.

Wenn Sie dann wirklich schreiben, nehmen Sie den Rat von John Steinbeck für sich als Devise:

“Abandon the idea that you are ever going to finish. Lose track of the 400 pages and write just one page for each day, it helps. Then when it gets finished, you are always surprised. (The Paris Reviwe, 1975)” (Geben Sie die Idee auf, dass Sie jemals – mit dem Roman – fertig werden, lassen Sie die 400 geplanten Seiten beiseite und schreiben Sie einfach täglich eine Seite. Das hilft. – Übersetzt von HL).

So erreichen Sie das Ende der Prokrastination: jetzt geht es an die Arbeit!

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Hanne Landbeck

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Kommentare (6)

  • Wieder einmal ein toller Beitrag, den ich wie immer mit großem Interesse gelesen habe und den ich mir in meinem Ordner “Hilfreiches” speichern werde. Ich musste beim Lesen der Kommentare schmunzeln, denn Eva hat so etwas Wahres geschrieben: Alptraum: Nach meinem Tode liest irgendjemand diese Seelenblähungen…
    Ich muss zugeben, ich bin offenbar so etwas wie ein Voyeur, denn Ich liebe fremder Leute Tagebücher. Besonders, da ich über solche fremden Tagebücher zum Schreiben gekommen bin. Ich hatte das Glück auf einem Dachboden welche zu finden, noch mehr Glück, dass ich die Angehörigen der Schreiberin ausfindig machen konnte und als Krönung die Erlaubnis zur Verarbeitung und Veröffentlichung bekam.
    Also liebe Eva, ich schließe mich Hanna an und sage:Mach was draus, wird bestimmt toll. Sonst, nicht wegwerfen, womöglich komme ich sonst um die Ecke …
    Und nochmals, danke liebes Schreibwerk für den tollen Artikel. Ich werde ihn mir zu Nutze machen 😉
    Liebe Grüße, Christina

    • liebe Christina,
      danke für deinen konstruktiven Kommentar! Der sollte zusammen mit Hannes Hinweisen wirklich ein Schreibanstoß werden!
      Jetzt mache ich erstmal wieder einen Online-Kurs, gewissermaßen zum “Warmlaufen”.
      Gruß Eva

  • Ich überlege immer mal wieder, ob ich aus dem halben Meter Tagebücher (vom 10. bis 27. Lebensjahr schrieb ich zeitweise unentwegt) nicht einen Ideensteinbruch für irgendwas machen sollte, bevor ich sie wegwerfe? Alptraum: Nach meinem Tode liest irgendjemand diese Seelenblähungen… – obwohl: n o c h peinlicher als die Tagebücher von Thomas Mann sind diese Texte sicher nicht. Trotzdem würde ich das nicht wollen.
    Auch habe ich buchstäblich seit Jahrzehnten (!!) nicht mehr in diese Kladden hineingeguckt, weil mir doch irgendwie vor den vergangenen Egos gruselt.
    Eva de Voss

    • Liebe Eva, verwende die Tagebücher so, wie du es selbst vorschlägst: als Steinbruch. Schau mal, welche Themen da drin stecken, welche Protagonisten und welche Schauplätze, Konflikte und auch Entwicklungen. Wenn du den “Seelenblähungen” einen Ort, eine (andere Person), eine bestimmte Zeit und Szenen beimengst, wird das sicher was (Tolles). Schöne Grüße, Hanne

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