SLK: Das (auto)biographische Experiment

50,00

Anleitung zum Schreiben der eigenen oder einer anderen Biografie unter Einbezug der politischen, sozialen und gesellschaftlichen Umstände. Persönlich und doch allgemein gültig. Der Kurs orientiert sich an der Arbeit von Annie Ernaux.

Wenn Sie schon immer Ihr eigenes Buch schreiben wollten, ist das ein sehr guter Einstieg.

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Beschreibung

Eine besondere Form der Autobiografie

Autobiografie: Ein Experiment. Für Ihre Autobiografie vier längere Texte aus vier von Ihnen bestimmten Zeitabschnitten. Sie gestalten somit eine besondere Form der Autobiografie. Die Idee zu dem Kurs ist inspiriert von “Die Jahre” von Annie Ernaux. Selbstverständlich können Sie nach diesem Muster Ihre komplette Autobiografie verfassen und somit ein besonderes Zeitdokument.

Neben der Anleitung für die Haupttexte gibt es auch die zum Schreiben von “Fragmenten: Bildimpressionen, Erinnerungen an Gegenstände, Menschen und Situationen. Zudem erarbeiten Sie die Struktur des Gesamttextes. Am Ende kennen Sie Ihr Projekt und Methoden, die es Ihnen erlauben, Ihr Buch zu Ende zu schreiben. Lassen Sie sich ein auf diese besondere Form des Schreibens über das eigene Leben. Den Kurs gibt es auch als begleiteten Schreib-Kurs.

Die vier Module – Das autobiografische Experiment

  1. Komm, spiel mit Dir: Das eigene Leben als Material
  2. Das Individuelle im Allgemeinen: Aufwertung durch den Kontext
  3. Die Versöhnung mit dem Selbst und Die Lebensthemen
  4. Der Rhythmus, wo jeder mit muss: Die Struktur.

Die Modultexte sind recht umfangreich und führen Sie in die jeweilige Thematik ein. Es gibt direkte “Handlungsanweisungen” zum Verfassen der eigenen Texte sowie zahlreiche Beispiele als Orientierungshilfe. Sie erhalten so auch die Möglichkeit zur “Autofiktion”, das heißt, die Geschehnisse verdichten – und damit die Möglichkeit, die realen Personen zu verfremden.

Stimmen von Teilnehmerinnen 

Sehr, sehr schönes Erlebnis

„Dieser Kurs war ein sehr, sehr schönes Erlebnis für mich. Ich habe ihn mit einem klaren Konzept für meine Autobiographie beendet und die ersten sechzig Seiten fertig geschrieben. Besonders geholfen hat mir das Experimentieren mit den Erzählformen und der Perspektive (Ich-Form, in dritter Person, das unpersönliche „man“). Ich habe dadurch die Perspektive gefunden, mit der ich mich am wohlsten fühle und durch die ich in einen Flow gerate. Genauso wesentlich fand ich die Übungen zur Struktur: vorher, oder hier während des Schreibens, eine Gesamtplanung anzulegen. Auch hier konnte ich die mir adäquate Form entdecken.“ (A.K., März 2020)
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Hat mich am weitesten gebracht

„In den letzten zwei Jahren habe ich bei anderen Schreiblehrern zwei Präsenzseminare zum Thema „autobiografisches Schreiben“ besucht und bemerkt, dass die Arbeit mit den eigenen Lebenserfahrungen eine Menge für mich bereit hält. Das alles blieb jedoch auf der mentalen Ebene und hat mich nicht in einen Schreibprozess gebracht. Dein Onlineworkshop, liebe Hanne, hat mich am weitesten gebracht, weil plötzlich das Herz sich einschalten konnte und ich mit Begeisterung bei der Sache war.“ (M.B., März 2020) ***

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Wirklich gelungenes Überraschungspaket

“… Eigentlich wusste ich gar nicht so recht, was da auf mich zukommen würde. Und – es war ein wirklich gelungenes Überraschungspaket, das meine Erwartungen total übertroffen hat. Für mich war das ganze Konzept (Annie Ernaux) ein guter Einstieg und Orientierung. Die Module – auch in ihrer zeitlichen Begrenzung haben mich zum arbeiten gebracht und mir Struktur gegeben.“ (M.C., März 2020)
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Autorin: (c) Dr. Hanne Landbeck

 

Das eigene Leben als Material

Worum es Ihnen zunächst einmal geht, gehen sollte, ist, das eigene Leben als „Material“ anzusehen. Dafür benötigen Sie einen „kühlen Blick“. Sie befinden sich nicht im Psychodrama, ganz im Gegenteil, Sie versuchen, durch Verfahren der Distanzierung sich selbst in einer bestimmten historischen Situation und durch den Rückblick besser zu verstehen.

Dabei geht es auch um Beziehungen wie die zu den Eltern oder zu PartnerInnen, aber als Ausdruck bestimmter Systeme oder Muster, in denen auch Macht eine Rolle spielt, also (auch) um die gesellschaftlichen Verhältnisse und das kollektive Gedächtnis. Die eigenen Erfahrungen versuchen Sie mit den Prägungen Ihrer Generation zu verzahnen und uns selbst als Teil einer gesellschaftlichen Entwicklung (oder Stagnation) zu sehen. Wir kehren ab vom bei Biographien überwiegend herrschenden Individualismus und wenden uns einer Mischung des Individuellen mit dem Kollektiven zu. Das ist das, was Annie Ernaux uns (nicht nur) mit „Die Jahre“ und ihren anderen Werken vormacht.

Natürlich habe ich auch andere Quellen zum biographischen Schreiben zu Rate gezogen, doch werde ich diese wahrscheinlich eher links liegen lassen, denn das, was Annie Ernaux uns lehrt, ist etwas Neues, Anderes, etwas, das uns die Augen öffnet jenseits unserer eigenen Story.

Ganz konkret bedeutet das „eigene Material“ alles, was Sie notiert haben: Tagebücher, Fotografien, Skizzen, andere Erinnerungsdinge wie Metrotickets, Hotelrechnungen, Souvenirs, Hits …, auch Ihre Musiksammlung kann eine Fundgrube für Ihre Erinnerung sein; Bücher, die Sie (bzw. Ihre ausgewählte Hauptfigur) geprägt haben etc.. Legen Sie eine Sammlung all Ihrer Materialien zurecht oder zumindest in Reichweite, damit Sie jederzeit darauf zugreifen können. Alternativ oder ergänzen können Sie Interviews mit beteiligten Personen führen, die die zu beschreibende Zeitspannen mit erlebt oder geprägt haben. Recherchemöglichkeiten zu den allgemeinen Bedingungen erhalten Sie im Anhang; und immer haben Sie das Netz, das weltweite, zur Verfügung.