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Bloggen – Erzählen für das WWW

Fragen

Vielleicht haben Sie schon Ihren Blog gestartet? Oder Sie tragen sich mit dem Gedanken, es zu tun? 

Für den Blog erzählen wir anders. Neu und überraschend. Meist mit einem Ich. Wir beschreiben ein Problem, eine Herausforderung. Das nehmen wir zum Anlass für den Aufhänger eines Blogs. 

Wir binden die Leser*innen mit ein: Geht es Dir auch so? Fragen wir und geben damit die Frage weiter. 

Wir schreiben kurze Sätze. Und wiederholen die Keyphrase. Mindestens drei Mal. 

Wir lösen das Problem in der Story. Am Ende stehen wir als Sieger*in da. Und die Leser*in gleich mit. So schreiben wir die Heldenreise. Jedes Mal neu. 

Das tun wir für den Blog mindestens einmal pro Woche. Dafür brauchen wir einen Plan. Der Plan sollte länger als nur einen Monat funktionieren. 

Wir kümmern uns um das SEOSearch engine optimization bedeutet das. Also: Suchmaschinenoptimierung

Denn wir wollen gefunden werden. Ein Publikum aufbauen. Fans finden, die wir Follower nennen. Likes erhalten. Auf unterschiedlichen social media-Plattformen publizieren. 

Bloggen: Erzählen im WWWist ein besonderes Schreiben. Kurz, prägnant, spannend. Nachvollziehbar, interessant. Mit einer Story, die ein Problem löst. 

So geht das Schreiben für den Blog. Das können Sie bei uns lernen.  

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Bloggen ist groß in Mode

In dem Kurs Bloggen – Erzählen im WWW geht es in vier Wochen um

  • Ihre Bloggerpersönlichkeit
  • Die Konzeption eines Blogs
  • Das Thema und die möglichen Serien
  • Serielles Schreiben – wie denken wir langfristig?
  • Aufbau eines Blogartikels: In der Kürze liegt die Würze
  • Titelei: Von der Überschrift, zu den Absätzen und Zwischentiteln
  • Medien-Mix: wie binde ich Fotos richtig und sinnvoll ein?
  • Stil: Dos and Don’ts des „schnellen“ Schreibens
  • Der überraschende Einstieg – das wuchtige Ende
  • Durchhalten: Langstreckendenken und -konzeption – Bloggen mit Zeitplan
  • Kreativitätsübungen, Techniken zur Ideenfindung und zum Dranbleiben
  • Spielerei: Vlog: Instagram, Pinterest und andere social media
  • Technik: SEO etc.

 

 

Das serielle Erzählen – immer persönlich, immer aktuell

Sie schreiben wöchentlich einen Blogartikel. Dafür entwickeln Sie Ihren Redaktionsplan. Und spielen mit möglichen Titeln und Zwischenüberschriften; Sie lernen etwas über die sinnvolle Leseransprache. Auch über das Verhältnis von Bild und Text. Sie fotografieren für Ihren Blog.  Und schreiben mittels Storytelling. So wird Ihnen das Bloggen zur Freude. Und Sie machen sich viele Freunde.

Sie arbeiten mit unserer Trainerin gemeinsam im geschützten Bereich der Online-Plattform von schreibwerk berlin. Auf Ihre Texte reagieren wir innerhalb von drei Werktagen. Kooperativ und konstruktiv. Vertrauen Sie uns. 

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Lasst Zahlen sprechen

Zahlen sind mystisch. Zahlen versprechen überschaubare Lösungen. Vor allem beim Titel Ihres Blogs. Das ist wohl magisch. Und wirkungsvoll.

Deshalb hier: 7 Tipps für besseres Bloggen im Internet.

  1. Finden Sie überraschende Titel
  2. Schreiben Sie kurze Sätze
  3. Formulieren Sie aktiv
  4. Verwenden Sie keine -ung Wörter
  5. Überraschen Sie Ihre Leser – positiv
  6. Gestalten Sie Ihre Geschichten mit Storytelling: 1 Held hat ein Problem, das er/sie löst. Oder das von außen eine Lösung findet. Das Happy End!
  7. Stellen Sie Fragen. Ziehen Sie so die Leser in Ihren Text

Der Titel “7 ultimative Geheimnisse des Bloggens” funktioniert. Besser als “So formulieren Sie Titel für den Blog”.

Bloggen: Erzählen im WWW 

bedeutet: anders schreiben lernen. 

Beim Bloggen im Internet schreiben Sie hauptsächlich Hauptsätze. Und formulieren diese aktiv. Die “Keyphrase” wiederholen Sie mindestens 3 Mal.  

Jeder Satz ein Absatz

Schauen Sie doch mal bei den Kollegen rein. Z.B. bei Walter von Schreibsuchti! Da gibt es keine Nebensätze mehr. Und um die wichtige Botschaft noch wichtiger zu gestalten: nur Absätze. Jeder Satz ein Absatz. Das ist übersichtlich. Wichtig. Und funktioniert. 

Walter (Epp) ruft die Follower immer zu etwas auf. Die Leser sollen: dies tun, jenes lassen, etwas anderes unbedingt beachten …

Wem das marktschreierisch vorkommt, der mag damit recht haben. Aber – in der Tat: Einfache Botschaften funktionieren.

Helden, wohin man schaut

Und Geschichten funktionieren, Storys. Beim Erzählen im www sieht man Helden, wohin man schaut. Jeder Blogger ist eine Persönlichkeit. Er/sie nutzt einen individuellen Stil. Und wirft einen bestimmten Blick auf die Welt und sein Thema.

Sie können also beim Bloggen selbst der Held sein. Oder aber andere “Held*innen” agieren lassen. Held meint dabei im literarischen Sinn jemand, der Abenteuer besteht. Er/sie kann auch scheitern. Und aus dem Scheitern wiederum eine Geschichte machen.

Denn auch für das Erzählen im www können Sie einen Helden oder Heldinnen finden, der Abenteuer erlebt – und am Ende (noch) besser dasteht. Entweder nutzen Sie dabei sich selbst. Oder Sie erfinden jemanden.

Ich zum Beispiel schreibe über das Bloggen und seine Hürden:

  • Das Verkaufen liegt mir nicht
  • Dem kurzen Schreiben stehe ich skeptisch gegenüber
  • Die SEO-Tools machen mich wahnsinnig

Doch dann (Wendepunkt oder Plot point) fasse ich einen Entschluss: Ich kämpfe! Wenn ich gut schreibe, erreiche ich viele Menschen. Das bisschen SEO lerne ich schnell. Und alle anderen Regeln auch. 

Also setze ich mich mit den digitalen Herausforderungen auseinander. 

Und versuche, noch schöner als andere zu schreiben.

Damit werde ich zur Heldin. Diese steht vor einem Abenteuer – oder hat ein Problem. Sie löst es.  Am Ende lächelt sie glücklich und befreit.

Das nennt man Storytelling bzw. auch die “Heldenreise”.  Auch Sie können dieses Prinzip für Ihre Artikel verwenden.

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Übungen für das Bloggen

Ihre Ideen – die Liste

Sollten Sie noch kein Thema haben, sondern nur mehr eine vage Idee, brainstormen Sie darüber, was Sie persönlich interessiert:

Am besten schaffen Sie sich ein paar Rollen Packpapier und Filzstifte an, das ist eine gute Basis, um Ideen zu entwickeln und nicht auf das Format vom Computer oder gar dem Handy „beschränkt“ zu sein. Manchmal müssen Sie nämlich „groß“ denken oder auch ohne Zensur einfach alles aufschreiben, was Sie später erst in eine Hierarchie bringen. So auch jetzt:

Notieren Sie so viele Ideen wie möglich für Ihren persönlichen Blog, 

Denken Sie dabei an einfach alles.

So kann es Ihre Liebe zu Katzen oder zu Ameisen sein oder die zum Wald. Oder die Sorge um die Welt von morgen. Auch Ihre heimliche Lust am schnellen Autofahren. Ihre Backkünste und das Kochen. Die Begeisterung für Konzerte, Musik im Allgemeinen oder im besonderen (z.B. die Arien aus dem 17. Jahrhundert), Ihr Faible für Schlafanzüge oder bestimmte sexuelle Praktiken … 

Listen Sie einfach all das auf, was Ihnen Spaß macht und womit Sie sich gerne beschäftigen. Das hat auf jeden Fall auch einen guten Nebeneffekt: Sie bekommen gute Laune.  

Lassen Sie die Liste dann eine Nacht ruhen.

Schauen Sie am nächsten Tag wieder darauf und streichen Sie jene Themen aus, die Sie nur halb beschäftigen. Achten Sie besonders auf Ihr Bauchgefühl, fragen Sie sich bei einem Thema, ob Sie sich längere Zeit dafür interessieren können.

Streichen Sie so lange, bis höchstens fünf Themen stehen bleiben.

Diese Ideen ergeben das Überblicks-Thema für Ihren Blog. 

Listen eignen sich auch dafür, Ideen für einen Blogartikel zu finden. Denken Sie daran, erst einmal keine Hierarchie vorzunehmen, sondern drauflos zu assoziieren. Die Wertung kommt danach. Zensieren Sie sich nicht! In dieser Phase sind Offenheit und Freude auch am verrückten Gedanken wichtig.

Automatisches Schreiben / Freewriting

Diese Technik ist sehr sinnvoll, da sie schon das Schreiben nutzt. Wenn Sie vor der Aufgabe stehen, ein Thema für Ihren Blog bestimmen zu müssen, dann nehmen Sie ein leeres Blatt (alternativ den Computer oder das Tablet) und schreiben einfach drauflos, ohne sich unter Druck zu setzen. Sie dürfen beim Freewriting alles schreiben, was Ihnen durch den Kopf geht. Das könnte so aussehen:

Jetzt soll ich aufschreiben, worüber ich schreiben will. Einen Blog schreiben. So ein Unsinn. Wie bin ich nur auf die Idee gekommen? Aber, na ja, ich wollte doch auch mal der Welt mitteilen, was ich so denke. Insbesondere über Wohnungen. Denn immer wieder komme ich in die Wohnungen von Bekannten und denke: das könnte anders aussehen. Gleich fallen mir tausend Möglichkeiten ein, wie man das Chaos beherrschen könnte, wie das Licht anders wirken würde, wenn … wie die Möbel strahlen würden, wenn sie neu gestrichen wären, wie das Wohnzimmer mit ein bisschen Feng Shui den Leuten Luft zum Atmen lassen würde … ah ja, ich will, ich MUSS über Inneneinrichtung schreiben …

Das automatische Schreiben lässt Sie in den Schreibfluss, den Flow gelangen. Darüber hinaus können Sie sich über Themen klar werden. Und Sie brauchen dabei auch keine Angst zu haben, etwas falsch zu schreiben. Es geht nur um die Lust am Schreiben und Entwickeln Ihrer Ideen; unwichtig sind Rechtschreibung, die Frage, ob die Sätze stimmen etc. Einfach drauf los schreiben. Das bringt’s.

Clustering

Diese Methode wurde von Gabriele Rico erfunden und ähnelt dem Mindmapping, das gleich darauf dargestellt wird. Meiner Erfahrung nach ist das Clustering dann sinnvoll, wenn man noch gar nicht weiß, wo die Reise hingehen soll. Das Clustering kann dann am effizientesten wirken, wenn Sie lediglich ein großes Thema haben, aber noch keine genaue Vorstellung darüber, was das Thema alles beinhaltet.

Übrigens gibt es für alle Kreativitätstechniken auch Computerprogramme;  aber gerade bei der kreativen Arbeit sollten unterschiedliche Medien zum Einsatz kommen.

Sie nehmen wieder ein sehr großes Blatt, schreiben in die Mitte das Grobthema, jetzt z.B. „Mögliche Blog-Themen“. Das umrunden Sie und fügen Linien zu allen Ideen ein, die Ihnen einfallen. Wenn Ihnen bei einer Unteridee viele weitere Ideen kommen, schreiben Sie diese daneben/dazu.

Hier sehen Sie das Beispiel für ein Cluster. Sie sind natürlich frei in den Themen und Assoziationen, die Sie haben – und auf dem Papier formulieren, auch in Stichworten. 

Bloggen

Das Mindmapping

Sicher haben Sie von dieser Methode schon gehört. Sie ähnelt dem Cluster, aber sie beschränkt mich auch auf das Thema. Sie bleiben hier also bei Ihrem Thema.

Tony Buzan hat die Methode kommerzialisert und heutzutage gibt es viele Programme, mit denen Sie Ihr Mindmap anfertigen können. Aber es genügt auch in diesem Fall ein großes Stück Papier. 

Das Minmap kann die Struktur eines Artikels oder eines ganzen Buches visualisieren – und Sie dürfen auch Fotos oder Zeichnungen integrieren. Sie können hier Ihrer Fantasie freien Lauf lassen und Farben benutzen, Skizzen  und andere Materialien aufkleben, auch Icons (Bildzeichen) verwenden – alles ist hier erlaubt, so lange Sie bei Ihrem in der Mitte bezeichneten Thema bleiben. 

Sie können das Mindmapping für jedes Projekt einsetzen und z.B. für einen Blogartikel alle Unterkapitel in einem „Ast“ darstellen, die Inhalte des jeweiligen Unterkapitels in mehreren Zweigen etc. Das eignet sich auch für größere Arbeiten für die Universität z.B. oder wenn Sie vorhaben, ein Buch zu schreiben. Der Vorteil des Mindmaps liegt auf der Hand: Sie aktivieren zugleich Ihr visuelles und analytisches Denken – und die „Gehirnlandkarte“ – so heißt das nämlich übersetzt – zeigt Ihnen den Inhalt Ihres Vorstellungsvermögens.

Kreatives Schreiben lernen

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Die Blogger-Persönlichkeit

Blogs leben auch – und das zu einem großen Teil – von der Persönlichkeit ihrer AutorInnen. Schauen Sie sich die “About-me”-Texte anderer Blogger:innen genau an und überlegen Sie jeweils, wie Foto und Text zusammen arbeiten.

Sie werden erkennen, dass das fast wichtigste Element das Foto ist. Wenn Sie also Ihren Blog einrichten, machen Sie es wie die erfolgreichen Internet-Profis: Lassen Sie ein professionelles Fotos machen, das Ihrer Wunsch-Persönlichkeit am nächsten kommt.

Schauen Sie sich bei Manuela Hofstätter, der Buchbloggerin, um, und Sie werden sehen: Es ist nicht unbedingt nötig, dass ein superdupertolles Foto die Message übernimmt. In ihrem Fall sprechen Andere über sie: und das ist natürlich schon ein Ausweis ihres Erfolgs.


Es gibt aber auch Blogs von Institutionen und Vereinigungen, also Blogs, hinter denen nicht nur eine Person steht, sondern ein ganzes Team. Dennoch gibt es auch in diesen Blogs eine erkennbare Persönlichkeit, die sich natürlich etwas anonymer gibt, aber eine Philosophie verfolgt. Insofern ergeben die Artikel dieser Blogs insgesamt die Bloggerpersönlichkeit. Diese zu kennen für das eigene Vorhaben ist eine gute Voraussetzung, eine Linie für die eigenen Artikel zu finden. 

Wie gestalten Sie einen Text über sich selbst? 

Dazu machen Sie am besten wieder ein Mindmap und schreiben all die Dinge auf, die Sie charakterisieren: Ihre Vorlieben, Ihre Abneigungen, die Reisen, die Sie geprägt haben, die Ausbildungen etc. So erhalten Sie selbst einen Überblick über sich und das, was Sie ausmacht. Schreiben Sie einen Text aus der dritten Person. Also nicht “Ich”, sondern “sie” bzw. “er”. Dadurch erhöhen Sie die Distanz zu sich selbst. Natürlich dürfen Sie später den Text wieder in Ich-Form schreiben. Aber für einen Entwurf ist der Perspektivwechsel sehr sinnvoll. Erlaubt er Ihnen doch, sich selbst aus der Perspektive von jemand anderem vorzustellen. 

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Das Blog-Genre

Es gibt unterschiedliche Textsorten, also Genres, die Sie für Ihren Blog nutzen können: 

1. INFORMATION / NEUIGKEITEN

Blogpost, der im allgemeinen Stil gehalten ist und dessen Hauptziel es ist, über ein Ereignis, ein Produkt, eine Neuigkeit zu unterrichten.

2. LISTEN

Listen sind sehr beliebt bei Bloggern – oft werden Listen in allen Blogsorten eingesetzt. Das erlaubt eine Übersicht und den Eindruck, man habe nur eine Liste abzuarbeiten und schon läuft alles “wie geschmiert”. (Z.B. die Top 10 WordPress Plugins für einen bestimmten Zweck oder die 20 bestverdienenden Blogs.) Diese Listen haben meist Links nach außen zu den entsprechenden Sites, die die betreffenden Informationen beinhalten – oder sie sind einfach eine Auflistung ohne ausgehende Links (z.B. könnte ich jetzt eine Liste machen mit den 10 häufigsten Blog-Typen). Zahlen sind im übrigen ein Trick, um Leser zu den Blogs zu führen. Das hängt mit unserem Bedürfnis nach Übersichtlichkeit zusammen, und wenn uns jemand eben eine solche – für ein bestimmtes Thema – verspricht, dann schauen wir da leichter rein als in einen Blog, der evtl. den gleichen Inhalt bietet, aber ohne Auflistung (Titel Die Blog-Typen wird weniger beachtet als Die 10 häufigsten Blog-Typen oder noch besser Die 10 ultimativen Blog-Typen).  

3. SCHRITT-FÜR-SCHRITT-ANLEITUNGEN

Wenn Sie einen Blog betreiben, der Tipps und Ratschläge zu Ihrem Thema gibt, dann bietet es sich an, Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu verfassen (z.B. Wie Sie Schritt für Schritt zum besten Blogger der Welt werden).

4. CASE-STUDY (FALLSTUDIE / FALLBEISPIEL)

Geschichten aus der Praxis kommen immer gut an. Seien es nur eigene Erfolge oder Misserfolge, oder die von Dritten. Solche praxisnahe Artikel sind zudem recht einfach zu schreiben. Außerdem können Sie hier das Storytelling besonders gut anwenden: “Vor zehn Jahren stand ich vor einem Riesenproblem. Nichts ging mehr. Beziehung kaputt, Arbeit futsch, Freunde weg. Das war der worst case. Aber heute stehe ich wieder voll im Leben, auf meinen zwei Beinen – und habe einen Mann, ein Kind und einen lukrativen Job. Wie ich das erreicht habe? Ich erzähle Ihnen/dir meine Geschichte”. Das geht aber auch kleiner: “Kennst du das? Immer wieder der gleiche Mist beim Packen. Eigentlich will ich nicht viel mitnehmen, aber dann wird es doch der 20-Kilo-Koffer. Nicht mehr! Denn ich habe die ultimative Lösung für das kleine Gepäck gefunden.” Jedenfalls ist dieser Blogtyp sehr beliebt, denn die Bloggerin berichtet über eigene Erfahrungen, bei denen es ein Problem gab, das sie dann aber gelöst hat. Diese Geschichte erzählt sie an ihrem eigenen Beispiel und gibt somit implizit Ratschläge an ihre Leserschaft, a) nicht aufzugeben und b) es ihr gleichzutun. Da hier das Storytelling-Prinzip sehr deutlich angewandt wird (HeldIn hat ein Problem/ ist in einer sehr, sehr schwierigen Situation/ gerät an Hindernisse / findet HelferInnen / steht am Ende wieder gut da = das nennt man die “Heldenreise”) wird in diesem Blogtyp der Leser/die Leserin etwas subtiler angesprochen. Sie dürfen eine Geschichte miterleben, die Probleme nachfühlen, die Erleichterung bei der Lösung mit empfinden: so binden Sie Ihr Publikum am effizientesten in Ihren Text (mit) ein. 

5. ARTIKEL-SERIEN 

Das ist eigentlich kein Blog-Typ, sondern eine – die wichtigste – Art, die Leser regelmäßig mit Artikeln zu versorgen (dafür machen wir am Ende ja auch den Redaktionsplan). 

6. BLICK HINTER DIE KULISSEN

Je nachdem, welche Art von Blog Sie führen, bietet sich von Zeit zu Zeit ein Blick “in die Werkstatt” “in die Küche” “in die Arbeit eines Bloggers (mit technischen und praktischen Hinweisen)” etc. an. So erhalten die LeserInnen das Gefühl, dass Sie sehr nah an der Bloggerin/dem Blogger dran sind und seine/ihre Geheimnisse kennen lernen dürfen. 

7. HINTERGRUND-ARTIKEL

können die “Informationen” (Punkt 1) vertiefen. Sie sind meist länger und bieten viele Informationen zu diesem Thema an: Wie kam die spezielle Situation zustande? Welche Akteure waren/sind beteiligt? Welche Elemente sind zu beachten?etc. 

Das heißt, aus jedem (kleineren) Informations-Blog-Post kann ein oder mehrere Hintergrund-Artikel werden. Wenn Sie über das Kochen schreiben, so können Sie Hintergrund-Artikel zur Produktion von Nahrungsmitteln verfassen (ein unendliches – und sehr streitbares – Thema). Wenn Sie einen Modeblog führen, können Sie Hintergrundartikel über die Qualität der Stoffe, die Herstellungsorte, die Geschichte der Mode, das Leben eines Modezeichners etc. schreiben. Wenn Sie über Kultur bloggen, so haben Sie die Möglichkeit, Hintergrundberichte über die größten Fälscher-Skandale oder über das Leben von Schriftstellern und Künstlern zu konzipieren oder die Akteure des aktuellen Kulturgeschehens zu porträtieren … Bei Reiseblogs bieten sich natürlicherweise Hintergrundartikel zu dem jeweiligen Ort/Land oder zu bestimmten Traditionen oder neuesten Entwicklungen an … und und und. Hintergrundartikel sind es, die Ihrem Blog ein gewisses Gütesiegel verleihen. Ihre Seriosität beweist sich nämlich nicht darin, dass Sie Produkte anpreisen oder immer wieder die “ultimativen Tipps” verteilen, sondern dass Sie auch über Wissen verfügen und sich so als Experte auf Ihrem Gebiet ausweisen. (Das ist eher meine Strategie)

8. GASTARTIKEL

Sie können auch andere – am besten auf Ihrem Gebiet bekannte – Personen bitten, einen Gastbeitrag für Ihren Blog zu schreiben. Oder NewcomerInnen die Gelegenheit bieten, Ihren (schon bekannteren) Blog als Forum zu nutzen. (Ich mache das regelmäßig, indem ich den TeilnehmerInnen der Kurse oder WettbewerbsteilnehmerInnen mit ihren Texten ein Forum gebe). So kommt Abwechslung im Stil, in den Meinungen, in der Art der Leseransprache ins Spiel. Wenn Sie aber gerade anfangen, einen Blog zu betreiben, sollten Sie sich erst auf sich selbst konzentrieren. 

9. MEINUNGS- ODER PERSÖNLICHE ARTIKEL

Diese unterscheiden sich sehr von den Informationsartikeln (Nr. 1), denn hier dürfen Sie – oder Ihr Gast – die eigene Meinung subjektiv formulieren und das Objektivitätsgebot, das bei der Information herrscht, ignorieren. So können Sie Ihren Blog mit wohl dosierten persönlichen Meinungen würzen. 

10. INTERVIEW

Sie können diese Möglichkeit von Beginn an nutzen, indem Sie Experten zu Ihrem Thema interviewen (per Telefon oder persönlich) und dieses Interview vor Veröffentlichung dem Interviewten zeigen, damit er auch einverstanden ist mit Ihrem nun geschriebenen Protokoll (und der Auswahl des Gesagten). Dann veröffentlichen Sie es und haben eine weitere Möglichkeit, etwas Anderes zu veröffentlichen. Das Interview eignet sich gut dafür, Ihre eigene Meinung von jemandem bestätigen zu lassen (ohne die Meinung selbst zu formulieren) und damit auch eine Art Autorität für das Thema zu befragen. Auch bietet es einen anderen Stil und die Möglichkeit, Witziges, Unterhaltsames oder auch Ernstes durch den Mund eines Anderen authentisch zu übermitteln. Auch über diese Form können Sie von Beginn an nachdenken: Wen kann ich interviewen? Wer gefällt mir? Welche Meinung möchte ich gerne drin haben? 

11. TESTS

Zu jedem Thema gibt es ja einen Haufen angebotener Produkte. Diese können Sie testen und die Testergebnisse veröffentlichen. Das kann langfristig dazu führen, dass die Firmen Ihnen ungefragt ihre Produkte zuschicken – mit der Bitte, den Produkt- oder Firmennamen in Ihrem Blog zu verwenden. Das geht für alle Themen. Bei Mode, Kosmetik, Lifestyle, Design etc. fallen Ihnen natürlich sofort die betreffenden Produkte ein. Aber auch, wenn Sie eher einen Lebensberatungsblog führen, finden Sie entsprechende Produkte: CDs, Bücher, Ausstattung für ein besseres Lebensgefühl … 

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Foto von Jess Bailey auf Unsplash