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Zuckerguss für den Verstand

Zuckerguss für den Verstand – das Glück im TV …

und die Möglichkeit, wahrhaftig zu bleiben

Zuckerguss brauchen wir manchmal. Süßes schmeckt gut. Daran halten sich auch die Buch- und die TV-Industrie. Besonders die Herzfilme wiegen uns in einen seligen Dämmerschlaf. Damals, als alles noch gut war. Aber muss das so sein?

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung, lautet der berühmte Titel des Romans von Eric Malpass aus dem Jahr 1967. Er erzählt eine Familiengeschichte aus der Sicht eines sechsjährigen Jungen, für den bald darauf gar nichts mehr in Ordnung ist. Der Film Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss (1988) handelt vom genauen Gegenteil eines langen, ruhigen Flusses alias Leben. Familienkonstellationen, die anfangs in ihrem Oberschichtendasein geborgen erscheinen, werden aufgebrochen und die Gefühlswelt der Figuren gehörig durcheinander geschüttelt. Der Roman Heile Welt von Walter Kempowski (1998) nimmt das Klischee des idyllischen Dorflebens auf . Bald schläft kein Gartenzwerg mehr ruhig.

So können Titel täuschen

Wenn Bücher  es ernst meinen mit dem Versuch, die Welt oder einen Ausschnitt davon erlebend zu verstehen. Wenn sie es ernst meinen damit, den Leser oder Zuschauer mit auf eine Reise zu nehmen, auf der wir etwas Neues, Unbekanntes, „Unerhörtes“ erleben können.

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Mord kommt vor dem Fall

Mord kommt vor dem Fall
Ein Krimi von Iris Otto

Ein ungewöhnliches Duo ermittelt im Wettlauf mit der Polizei

Es ist kein guter Morgen, als der junge Bademeister Marius die Leiche der erfolgreichen Kunstspringerin Sarah Müller im Schwimmparadies Main-Taunus findet. Und der Umstand, dass der ruppige Kommissar und dessen hübsche Kollegin ihn als Hauptverdächtigen im Auge haben, macht die Sache nicht besser. Als Marius plötzlich ein zweiter Toter zu Füßen liegt, macht er sich notgedrungen selbst auf die Suche nach dem Mörder. Dabei unterstützt ihn die wunderliche alte Dame Rosalie. Scheinbar selbstlos und mit skurrilen Ideen ist sie dem jungen Mann nicht immer eine Hilfe. Bei ihrer Recherche offenbart sich ein Sumpf aus Korruption, Vetternwirtschaft, Betrug und Eifersucht, der nicht nur Marius in einen Strudel unvorhergesehener Ereignisse zieht.

Das Buch ist im normalen Buchhandel erhältlich, ebenso bei Amazon oder direkt beim Verlag www.tredition.de

Paperback ISBN 978-3-7345-1362-6 12,99 €
Hardcover ISBN 978-3-7345-1363-3 20,99 €
Ebook ISBN 978-3-7345-1364-0 3,99 € (erscheint am 10. Mai)

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Der Knicks hat einen Knacks

Die Literaturknackse

In memorian Roger Willemsen

Es war einmal ein Knicks, der machte Hicks. Ich fragte, hast du einen Knacks? Und dann fiel er mir wieder ein, Roger Willemsen, der ein Buch mit dem Titel „Der Knacks“ geschrieben hat – Roger Willemsen ist gestorben, aber sein Diktum von der Literatur als dem Medium des Knacks, das bleibt.

Jeder, den er in der Literatur angetroffen habe, habe einen Knacks, sagte Willemsen. Und erzählte auch von seinem eigenen Knacks, dem frühen Krebstod seines Vaters. Unbemerkt kämen die Knackse, behauptete er. Aber der Krebstod eines Vaters kommt ebenso unbemerkt für seinen Sohn wie Willemsens Tod für das deutsche Publikum.

Diese Logik ist nicht ganz logisch. Und der Knicks, einer der letzten seiner Art, analysierte das messerscharf. Aber wegen der vielen Todesmeldungen der letzten Zeit verspürte er keinen Triumph verspürte, sondern eher Verzweiflung. Also nahm er sein Schicksal in die eigene Hand und war am Faschingsdienstag mit den Narren gezogen.

(Das ist ein automatisch geschriebener Text – so etwas lernen Sie im Online-Kurs Kreatives Schreiben)

Er hatte sich sogar, was sonst ganz und gar nicht seine Art war, mit den Narren in die Kneipe gesetzt und mehrere Schnäpse getrunken. Was ihm anfangs noch gut gelang, nämlich bei jedem neu ankommenden Narren einen Knicks zu machen, wie es ja so seine Art war, das wurde mit der Zeit immer schwerer.

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Max Frisch fragt: Wen soll das interessieren?

Max Frisch fragte: “Wen soll das interessieren”

Max Frisch ist ein weiterer Autor, der mich in meinen jungen Jahren beeinflusste (ich sollte mal was über Doris Lessing schreiben, denn die ist eine der wenigen weiblichen Autoren, die auf mich nachhaltig wirkten). Aber jetzt erst mal Max Frisch. “Mein Name sei Gantenbein” brachte die Überlegung, was denn eigentlich das Individuum sei, auch zu mir. Man nannte das in germanistischen Seminaren auch “Dissoziation des Ich” oder “Dissoziation des Subjekts” – und mir war keinesfalls klar, dass damit auch psychische Störungen, gar Krankheiten, gemeint sein könnten.

Auch war mir nicht klar, dass Max Frisch mit Ingeborg Bachmann nicht unbedingt gut umgegangen war, wie mir ebenso sein mangelnder Feminismus damals nicht auffiel. Manchmal ist es gut, naiv zu sein, denn ich habe viel von diesem Autor gelernt.

Zurück zur Eingangsfrage von Max Frisch, die viele Schriftsteller*innen umtreibt: Wen soll das interessieren? Fragt man es nicht selbst und nimmt damit die Elternfrage vorweg, dann tun es sicher die anderen. Wen soll das interessieren, was du da schreibst? Nun, könnte man antworten, hätte man das Selbstbewusstsein, zumindest MICH interessiert es, was ich schreibe. Deshalb schreibe ich ja. Aber ja, ich habe auch die Hoffnung, dass es andere Menschen interessieren könnte.

Übrigens – in unseren Kursen interessieren wir uns für das, was Sie schreiben. Und für Ihren individuellen Stil. Und wir reagieren individuell und prompt auf jeden Ihrer Texte.

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Wie entstehen Romane? In unseren Kursen!

Wie entstehen Romane? Vom Mythos zur Methode

Wie entstehen Romane? Das fragen sich viele angehende Schriftsteller. Wie kann ich endlich mein Buch schreiben? So lautet die eigentliche Frage.

Es ranken sich viele Mythen darum, wie ein Roman entsteht. Woher nimmt man die Idee, wie erkennt man, dass sie etwas taugt … Macht man sich zuerst einen Plan oder schreibt man einfach drauf los?
Viele Fragen kreisen um den kreativen Schaffensprozess – weshalb Autor*innen auch immer wieder danach gefragt werden, wie ihre Romane entstehen. Daniel Kehlmann hat in “Ruhm” diese scheinbar naiven Fragen ziemlich auf die Schippe genommen. “Woher nehmen Sie Ihre Ideen?” wird sein reisender Schriftsteller x Mal am Tag gefragt. Und x Mal am Tag antwortet er: “In der Badewanne”. Diese ironische Volte führt zurück zu dem berühmten Heureka-Moment von Archimedes, der in einer öffentlichen Badeanstalt sein nach ihm benanntes Prinzip fand – und deshalb “Heureka” (ich habe es gefunden) schreiend durch Syrakus gelaufen ist. Nackt, so will es die Legende. Archimedes schrieb keine Romane, aber auch er überließ sich der Intuition und der Muße, die unbedingt zum kreativen Prozess gehören.

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Ein schöner kleiner Artikel über schreibwerk

Stoytelling aber richtig: eine Empfehlung von Eric Kubitz

Storytelling – aber richtig

von Eric Kubitz am 5. Juni 2015 (Gastbeitrag)

Wenn du deinen Tag mit Schreibereien für Webseiten oder PR-Texte verbringst, wird dir das irgendwann nicht mehr genügen. Das ist sicher auch ein Grund, warum Storytelling derzeit zum guten Online-Marketing-Ton gehört. Merke: In jedem Texter steckt auch ein Autor. Also ein echter Kreativer. Einer, der mit etwas Ruhe eine spannende Kurzgeschichte oder eine bewegende Biographie aufs Papier bringen kann. Oder sagen wir: “könnte”. Denn etwas Handwerk und Übung gehören schon dazu. Man braucht Anleitung dafür – ich sage dir, von wem. 

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Geschichten aus dem Hasenheim (eine etwas andere Weihnachtsgeschichte) von Maria Unger

Der Text ist im Themen-Special “Advent, Advent, das Textchen brennt” entstanden.

Geschichten aus dem Hasenheim – von Maria Unger

Personen im Hasenheim:
Hoppo von Popo (ein alter Hase)
Hoppa von Popa (seine Gattin)

Der Vorhang geht auf im Hasenheim.
Bühnenbild:

Wohnstube, an der Wand – groß – eine Reproduktion, Dürers „Hase“, daneben eine Großphotographie: Hochzeitsbild von Hoppo und Hoppa, daneben zahllose kleine Photos von Hasenkindern, -enkeln, -urenkeln usw. Durchs Fenster sieht man Schneetreiben, vom Plattenspieler her ertönt „Leise rieselt der Schnee“. Hoppo von Poppo sitzt gedankenschwer auf einem altmodischen Sofa, seufzt und wischt sich manchmal mit einem großen Schneuztuch Tränen ab. Nach einer Weile öffnet sich die Türe, Hoppa tritt ein mit einem Schälchen gestiftelter Karotten. Sie erschrickt, stellt das Schüsselchen auf den Beistelltisch und macht den Plattenspieler aus.

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