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Fitktion

Fiktion und ihre erstaunliche Macht. Was wäre, wenn …?

Fiktion und ihre erstaunliche Macht

Die kapitale Macht der Fiktion entfaltet sich durch die Frage “Was wäre, wenn …” Die Frage ermöglicht der Fantasie, in Szenarien zu denken. Sie kann uns auch heitere Momente bescheren:

Was wäre,

… wenn ein gewisser Herr in Moskau (der ja irgendwie krank zu sein scheint – außer seinen irrsinnigen Taten deutet darauf auch sein aufgedunsenes Gesicht) einfach vom Stuhl fiele und unter dem überlangen weißen Tisch läge? Bewegungslos. Ohne Atem. Herzstill?

Man würde ihm für diese einzige gute Tat ein schönes Begräbnis bescheren: Der weiße Tisch wäre schnell in einen Stretch-Sarg verwandelt, auch die Stretch-Limousine fände darin Platz. Sicher auch die Jacke für zwölftausend Euro.

Ach, ein schöner Gedanke!

Er hat sich sowieso in die Isolation manövriert. Und dahin führte ihn – ein Was wäre wenn-Gedanke, also eine Fiktion.


Russland ist nicht mehr wichtig genug? Die USA drohen damit, die Ukraine in die Nato zu nehmen? Dann greifen wir doch lieber gleich mal an. Ist auch praktisch, dann haben wir bald den fußläufigen Zugang zur Krim, so können wir mit der Stretch-Limousine schöne Sonntagsausflüge machen. All unsere Bewunderer winken mit kleinen Russland-Fähnchen. Mit den neuen, die haben das Z drauf.
(Weiß der Teufel, was das bedeutet.)

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kreatives schreiben

Schreiben lernen – anregend, erfrischend und unterhaltsam

Schreiben lernen: Anregend, erfrischend und unterhaltsam

Sie wollen schreiben lernen?

Unsere Kurse Kreatives Schreiben – egal ob online oder in den Präsenzworkshops in Potsdam (auf der Freundschaftsinsel) Berlin (Galerie feinart) und auf Kreta – führen die TeilnehmerInnen einfach und entspannt zum Schreiben lernen. Anfangs arbeiten wir mit Stichworten, damit das Schreiben erst einmal einfach ist. Sie überlegen sich, welche Erwartungen Sie an den jeweiligen Kurs haben. Danach legen Sie in Stichworten fest, was das Schreiben für Sie Positives enthält – und etwas später das Negative.

Also all das, was Sie bisher am freien Schreiben gehindert hat. Die Blockaden aufzuspüren, sie zu sehen und zu “bannen” – das ist das erste Ziel jedes der Kurse. Dafür nehmen Sie ein weißes Blatt und schreiben einen nach dem anderen den Grund auf, der sich zwischen Sie und Ihren Schreibwunsch stellt. Anschließend gibt es eine “Wunderheilung” – und zumindest für die Dauer des Kurses sind die Gremlins gebannt. Also sind Sie frei zum Schreiben.

Gerne können Sie einen unserer Online-Kurse eine Woche lang unverbindlich testen.

Klicken Sie auf diesen Link,

wählen Sie Ihren Wunsch-Kurs aus und geben uns bitte ein Startdatum an.

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Autofiktion

Autofiktion: Über Heimat(en) und Identität(en)

Autofiktion: Nur ein Trend?

Über Heimat(en) und Identität(en) 

Am 19. November schreibt der Perlentaucher  in seiner Bücherschau, dass der “Trend zur Autofiktion” ungebrochen sei. Das ist eine moderne Art der Autobiographie, die mit fiktionalen Elementen arbeitet. Denken wir an Annie Ernaux, die in ihren Büchern wie z.B. „Eine Frau“ als „Meisterin der Autofiktion“ gefeiert wird.

Die Selbstbefragung in der Autofiktion ist freier als beim rein autobiographischen Schreiben. Die Hauptfigur, als „Sozialfigur“ begriffen, steht in einem größeren Zusammenhang (Ernaux schreibt in der dritten Person, vermeidet also das Ich). Die/der ProtagonistIn bildet zwar immer noch das Zentrum der Geschichte, die zeithistorischen Kontexte spielen aber eine wichtige Nebenrolle. Wenn sie nicht sogar als Gegenspieler und damit als weitere Hauptfigur agieren. Jemand will etwas – zum Beispiel zuhause bleiben – doch dann kommen die Zeitläufte daher mit Krieg oder Hunger oder als berufliche Notwendigkeit – und bestimmen über das weitere Leben.

Im Online-Kurs “Das autobiographische Experiment” schreiben Sie Ihre eigene Autofiktion!

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Krise

Von Krisen und Konstellationen: Die ARD-Themenwoche „Stadt.Land.Wandel“

Von Krisen und Konstellationen: Aspekte des Erzählens

Am Beispiel der ARD-Themenwoche „Stadt.Land.Wandel“

Wo es Konflikte gibt, da kochen die Gemüter. Nur eine/r freut sich: die/der AutorIn. Denn in Krisen, Auseinandersetzungen und Streit stecken die besten Geschichten. Was wir im wirklichen Leben vermeiden, ist für das Erzählen konstitutiv. Davon können wir, wenn wir Romane und Geschichten schreiben, profitieren. Der Gegensatz von Meinungen, Menschen und Mentalitäten bringt Entwicklung ins Spiel.

Ein Beispiel: Die ARD beschäftigte sich im November 2021 mit dem Thema: „Stadt.Land.Wandel – wo ist die Zukunft zu Hause?“.

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Prokrastinieren

Prokrastinieren – wie geht das?

Prokrastinieren – positiv gesehen

In crastinum (lat.) bedeutet: der morgige Tag. Procrastinare (oder auf Deutsch: prokrastinieren) meint also so viel wie: auf Morgen verschieben. Alle, die kreativ arbeiten, wissen, wie das Verschieben auf den nächsten Morgen und den übernächsten usw. funktioniert. Und wir alle kennen das schlechte Gewissen, das damit einher geht.

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Dorf

Das Dorf in uns

Das Dorf in uns

Während andere Menschen aus anderen Ländern das Meer in sich („Mar adentro“) haben, schleppen wir Deutschen das Dorf in uns herum. Wir ziehen ins Kleine, andere ins Große. Wir Deutschen lieben die Sicherheit mehr als alles andere. Im Kleinen scheint sie uns gegeben oder zumindest ein erreichbares Ziel. Das war auch schon zu Biedermeier-Zeiten so.

Sicher gibt es gute Gründe für diesen Rückzug in anheimelnde Gefilde. Die Mieten in der Stadt steigen, das Klima spielt verrückt, Flüchtlinge und Kriege kommen (uns) immer näher – und das bald auch noch ohne Angela Merkel! Umwälzungen aller Gesellschaften sind dringend geboten, doch niemand weiß, wie die Zukunft aussehen wird. Wir sind verunsichert. Also gehen wir (mental) erst einmal dorthin, wo wir herkommen – und ziehen aufs (meist norddeutsche) Dorf. Zumindest im Roman.

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Krimi

Warum sind Krimis so beliebt?

Der Krimi ist ein Gefäß

Der Krimi ist ein Gefäß, wir werfen alles rein, was uns gefällt. Und auch das, was uns nicht gefällt. Die Bücher (und Filme) wimmeln nur so von Ängsten und Hoffnungen, Intrigen, Entführungen, Verschwörungen, Mord, Totschlag, Hass.  Auf der anderen Seite schimmern die Liebe, das Kulinarische, die Regionen mit ihren Landschaften und Mentalitäten und vor allem: die Gerechtigkeit.

Übrigens: In unserem Kurs Krimi schreiben können Sie sich als Krimi-Autor*in erproben.

Das Genre nimmt und: stirbt nicht

Das Genre nimmt und: stirbt nicht. Totgesagt war es schon von Anfang an, als es „nur“ als Buch daherkam. Nicht ernst zu nehmen von der Kritik. Bis auf ein paar Ausnahmen natürlich: Dashiell Hammett, Edgar Allan Poe, Arthur Conan Doyle (das ist der mit Sherlock Holmes), Agatha Christie, Patricia Highsmith

Warum nur?, fragen sich verzweifelt die echten LiteratInnen, die echten LiteraturwissenschaftlerInnen, warum nur ist dieses Genre so ungemein beliebt?

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Selbstlernkurse

Literatur und die Kunst des Schreibens

Literatur schreiben oder Fiction Writing – die Kunst des Schreibens

Fiction Writing bedeutet, Literatur zu schreiben. Vielleicht eine Kurzgeschichte oder einen Roman. Sie ERFINDEN eine Geschichte, die nicht wahr ist, aber wahr sein könnte. Literarisches Schreiben ist also kein Journalismus, sondern Ausbeutung des Lebens, der Wirklichkeit. In diese hinein erfinden wir Geschichten, die in ihr passiert sein oder noch passieren könnten. Oder in einer vollständig erfundenen Wirklichkeit, wenn Sie Science-Fiction schreiben.

Schreiben ist dynamisch und abwechslungsreich. Es kann uns in den Flow bringen und uns die Welt um uns herum vergessen lassen. Wir erweitern unseren Horizont, schärfen unsere Sinne und machen uns bereit, die Möglichkeiten einer Geschichte zu erkennen und zu verfolgen. Wir begeben uns also in eine Situation der Offenheit. Dabei können einige wenige Worte genügen, und schon knistert und prickelt es in der Luft. Es wird leidenschaftlich und poetisch oder spannend und geheimnisvoll.

Keine wahren oder unwahren Geschichten

Es gibt keine wahren oder unwahren Geschichten. Wichtig ist, was wir für möglich halten. Selbst die wunderlichsten Geschichten, wie z.B. die Lügengeschichten des Barons von Münchhausen, erscheinen während der Lektüre glaubwürdig. Weil sie in der Welt, die geschildert wird, einen glaubwürdigen Rahmen haben.
Durch das Schreiben schaffen wir eine eigene Welt. Vielleicht eine schönere, vielleicht eine, in der die Helden noch richtige Kämpfer sind und die größten Gefahren meistern. Vielleicht eine, die fantastisch ist wie das Wonderland von Alice, in der die Gesetze der wirklichen Welt nicht gelten. Oder in der man von Planet zu Planet spaziert wie Der Kleine Prinz von Antoine de St. Exupéry.

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