Autor: Hanne Landbeck

bloggen im internet

7 Tipps für besseres Bloggen im Internet

Schon die Überschrift hat Sie in Bann gezogen? Stehen auch Sie vor dem Problem, wie das Bloggen im Internet funktioniert?

Wenn Sie für den Titel Ihres Blogs mit Zahlen agieren, reagieren die Leser darauf. Das ist wohl magisch, aber auch oft sinnvoll.

Deshalb hier: 7 Tipps für besseres Bloggen im Internet.

  1. Finden Sie überraschende Titel
  2. Schreiben Sie kurze Sätze
  3. Formulieren Sie aktiv
  4. Verwenden Sie keine -ung Wörter
  5. Überraschen Sie Ihre Leser – positiv
  6. Gestalten Sie Ihre Geschichten mit Storytelling: 1 Held hat ein Problem, das er/sie löst oder das von außen eine Lösung findet: Happy End
  7. Stellen Sie Fragen – Ziehen Sie so die Leser in Ihren Text

„7 ultimative Geheimnisse des Bloggens“ funktioniert besser als „So formulieren Sie Titel für den Blog“.

Bloggen: Erzählen im WWW ist ein anderes Schreiben als das literarische. Bei Letzterem dürfen Sie ellenlange Sätze schreiben. Sie können aus rhetorischen Gründen eine Reihe Sätze nacheinander mit demselben Wort beginnen. Sie dürfen Nebensätze verwenden, deren Verb erst am Ende erscheint. Und Sie dürfen Ihre Leser am Wickel nehmen.

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Konzentration

9 Tipps zur Konzentration beim Schreiben

Sie kennen das: Gerade sitzen Sie am Schreibtisch, alles da: der Tee, die Idee, der gute Vorsatz. Da fällt Ihnen ein, dass Sie noch den Müll runterbringen müssen, Ihre Mutter anrufen, einen Tisch im Restaurant für den Abend bestellen, das Geschirr spülen, die Waschmaschine ausräumen …. Wir sind Weltmeister im Prokrastinieren. Also darin, etwas anderes dringend tun zu müssen, wenn wir eigentlich die Konzentration beim Schreiben wollen.

Das hört jetzt auf! Bei „Weiterlesen“ folgen ein paar Tipps, wie Sie in das ablenkungsfreie Schreiben kommen. Oder, anders gesagt, wie Sie fokussieren und die Konzentration beim Schreiben finden.

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Indien

Post aus Indien – von Petra

Post aus Indien – von Petra 

Die Autorin des Beitrags lebt in Deutschland und Indien. In Varansi betreibt sie gemeinsam mit ihrem Mann eine Künstlerresidenz. Alle Fotos stammen von Petra.

 

Indien / Varanasi 26.03.2020
RE: Ausgangssperre

Liebe B…,

Wir versuchen, hier irgendwie Routinen aufrechtzuerhalten. Morgens arbeiten wir im Garten solange die Temperaturen es zulassen. Wir ernten unsere Tomaten, Blumenkohl, Kohl, Auberginen. Danach Kaffee und Duschen. Navneet kocht dann was gemeinsam mit Lori, der Künstlerin aus New York, die es vorzieht hier zu bleiben, statt nach Hause zu gehen.

Ich sitze einige Stunden am Tag im Büro, da wir unsere Lieferanten beruhigen müssen, arbeite gewisse Dinge auf, die schon länger überfällig sind. Nachmittags gibt es Tee auf der Terrasse, Abendessen fällt aus, gegen 9 Uhr geht’s ins Bett. Lesen im Dunkeln ist nicht so schick, da anschließend das Zimmer voll Moskitos ist, die einem die Nachtruhe rauben.

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Drogen

Magie ist ein rares Gut – Text von Jana Anouk Mansour

Mushrooms und andere Drogen: Lesen Sie hier den Beitrag von Jana Anouk Mansour

Jana Anouk Mansour studiert Kultur- und Sozialanthropologie in München. Der Text ist im Themen-Special Speed-Writing entstanden. Mushrooms spielen eine Rolle in dem Text.

Magie ist ein rares Gut

Semra schließt ihren Laden auf und tritt vor die Tür. Sonnenstrahlen fallen auf die alten Bücher im Schaufenster. Sie setzt sich auf die Bank, direkt neben dem Eingang draußen auf dem Bürgersteig, schließt die Augen und nippt an dem heißen Kräutertee. Sie hat schlecht geschlafen. Ihr Nachbar Marlon, der Sohn eines erfolgreichen und sehr wohlhabenden Schriftstellers, hat die ganze Nacht das Wohnhaus an einem seiner Drogenräusche teilnehmen lassen. Dann dreht er die Musik lauter als sonst und hat unüberhörbar Sex.

Marlon ist ein gut aussehender Mensch, einer dieser Schönlinge, den alle wollen und viele bekommen. Nächte wie diese sind keine Seltenheit. Gras, Alkohol, Ecstacy, Koks und MDMA. Er kann sich seinen ausgeprägten Hedonismus des Rausches leisten. Und braucht ihn auch. Während ihrer zufälligen, aber häufigen Begegnungen auf der Bank vor ihrem Laden ist ihr das schon oft aufgefallen. Er braucht den Rausch. Er braucht die Drogen und dieses Wertegerüst, dass ihm Bedeutsamkeit suggeriert, wenn er eine große goldene Uhr trägt. Und wenn ihn sein 5er BMW mit Glück erfüllt. Er braucht es. Er hat etwas zu unterdrücken, mit dem er noch nicht umgehen kann.    

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Das Auto-Biographische Experiment: ein Resümee

Sehr erfolgreich verlief die Probephase des innovativen Kurses „Das auto-biographische Experiment“ von schreibwerk berlin.

 

Die Bilanz der Kursleiterin

In der Tat hatte ich eigentlich wenig Erwartungen – a) wusste ich nicht, ob sich überhaupt jemand dafür interessieren würde und b) war ich dann lediglich gespannt, ob es funktionieren kann, andere Menschen zur Distanzierung von sich selbst zu animieren.

Erwartungen weit übertroffen

Das Ergebnis hat meine (wie behauptet: nicht vorhandenen) Erwartungen weit übertroffen. Ich hatte an ganz anderer „Front“ zu kämpfen als die TeilnehmerInnen, aber natürlich hat auch mir es Spaß gemacht, die Aufgaben durchzuspielen. Und ich habe für mich selbst daraus viel Befriedigung und überraschenderweise auch Befreiung (u.a. von Schuld) erfahren. Also für mich persönlich ist diese Methode, sollte ich überhaupt jemals meine Biographie schreiben – oder Teile davon, richtig. Das muss nicht für jede gelten, und galt auch nicht für jede, die hier mitarbeiten wollte oder mitgearbeitet hat. Dass ein Kurs nicht immer alle Leute, die daran teilnehmen, abholt und mitzieht, ist normal. Manche hatten ihr Zeitbudget überschätzt, andere ihren Mut, zu sich selbst und das vor anderen zu stehen, für wieder andere war die Methode einfach nicht die richtige.Besser schreiben lernen - kostenlos für 7 Tage testen

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Corona-Tagebuch

Das Corona-Tagebuch: weitere Texte

Das Corona-Tagebuch war ein Themen-Special von schreibwerk berlin. Es lief vom 23. März bis zum 1. Mai 2020. Dann zerbrach es wie die übrige Gesellschaft in Gläubige und Ungläubige.  Die hier zu lesende Ausgabe hat den Titel: Corona-Tagbeuch: Träumen

28. März 2020
Beate van den Berg

Heute Morgen, ach du Schreck,
blieb mir meine Stimme weg.
Lieber Gott, es ist soweit,
das Virus macht sich in mir breit.
Doch dann kam mir ein Geistesblitz:
der Herr erlaubt sich einen Witz.
War ich doch gestern auf den Wiesen,
unter Pollen, diesen fiesen.
Doch der Schreck, der hat gesessen,
ich werd´ ihn so schnell nicht vergessen.

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Spargel

Das Corona-Tagebuch – neue Texte

Das Corona-Tagebuch – Die Brillen von Brad Pitt 

Die Brillen von Brad Pitt sind ein Schlaglicht auf das „Corona-Tagebuch“. Das war ein Themen-Special von schreibwerk berlin. Täglich schreiben die TeilnehmerInnen täglich einen Text über ihre Situation.

Die Texte geben die Meinung der AutorInnen wieder.

Lakrimo, 25. März 2020

Spargel  ohne Kommentar

Vorm Fenster steht eine Kastanie. Ihre Knospen glänzen schon. Morgens halten die Spatzen hier ihr Schwätzchen, bespricht ein Amselpaar die Tagesroutine und genießt die Sonne nach der kalten Nacht. Der Moment nach dem Aufwachen, in dem Corona noch keine Rolle spielt, ist der schönste.
Heute muss ich in die Welt. Die Welt der sandigen Böden rund um Beelitz. Es geht um Blühflächen und einen insektenfördernden Landwirt. Freundliche Blicke statt Händeschütteln. Das Büro ist klein, wir sitzen auf Abstand. Nach einer halben Stunde kommen noch zwei Menschen dazu, die das Projekt fördern. Inhaltlich ist das toll, aber mein Sicherheits- und Verantwortungsgefühl schlägt Alarm: Es geht nicht nur um Dich. Sieh zu, dass Du hier rauskommst! Wir kürzen ab und machen auf dem Acker weiter.

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Haus an der Schlei

Leben im Corona-Country – von Jochen Witte

Leben im Corona-Country – von Jochen Witte

Jochen Witte hat als Unternehmer und Manager in der Softwarebranche gearbeitet. Jetzt segelt er und schreibt Geschichten.

Es klingelt an der Tür

Es klingelt an der Tür. Seltsam, wer kann das sein? Vielleicht unser Nachbar von gegenüber? Aber in diesen ansteckenden Zeiten meiden wir den Kontakt. Wenn wir uns draußen im Garten sehen, sprechen wir aus sicherer Distanz.
Ich lege mein Buch beiseite und betrete den kleinen Flur. Durch die Glasscheibe in der Haustür sehe ich zwei Polizeibeamte. Das ist das erste Mal in den bald sechzig Jahren meines Lebens, dass die Polizei bei mir klingelt. Ich ahne, worum es sich handeln könnte und öffne die Tür.

Ein Beamter steht etwa zwei Meter von mir entfernt, sein Kollege hält noch größeren Abstand. Wirken sie verlegen, oder kommt mir das nur so vor?
Höfliche Begrüßung, wir nicken uns zu. Ob wir aus Wiesbaden kämen, fragt der mir Näherstehende und zuckt mit seinem Kopf in Richtung unseres Wagens, der unter dem Carport abgestellt ist.

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© 2020 Dr. Hanne Landbeck schreibwerk berlin